Bei Hitze ab in die Höhle

Ungarns unbekannte Unterwelt
Statt im Sommer im Meer abzutauchen, lohnt sich in Ungarn auch eine Reise in die Tiefe: Die Höhlen des Landes bieten nicht nur angenehm kühle Temperaturen, sondern auch einige der außergewöhnlichsten Naturerlebnisse Europas. Mit mehr als 4.000 registrierten Höhlen verfügt Ungarn über eine der vielfältigsten Höhlenlandschaften des Kontinents.

Tropfsteinwelt Abaligeter Höhle
In den Mecsek-Bergen nahe Pecs befindet sich die Abaligeter Höhle, eine der bekanntesten Tropfsteinhöhlen Südungarns. Ein kleiner Bach durchzieht den 466 Meter langen Hauptgang und formt kontinuierlich neue Tropfsteinformationen. Die Höhle zeichnet sich durch ein konstantes Mikroklima von rund 12 Grad Celsius sowie besonders reine Luft aus und gilt seit Langem als beliebter Rückzugsort an heißen Sommertagen.

UNESCO-Welterbe unter der Erde
Die Baradla-Höhle im UNESCO-geschützten Aggteleker Karst zählt zu den bekanntesten Höhlen Ungarns. Ihr rund 25 Kilometer langer Hauptgang entstand vor mehr als 200 Millionen Jahren und beeindruckt mit gewaltigen Tropfsteinen, Stalagmiten und Fossilien urzeitlicher Meeresbewohner. Ein weit verzweigtes unterirdisches Wassersystem gestaltet die Höhle bis heute aktiv weiter.

Bootsfahrt unter der Erde
Mitten unter den Straßen und Häusern von Tapolca verbirgt sich eines der außergewöhnlichsten Höhlenerlebnisse Europas. Besucher gleiten in kleinen Booten durch die beleuchteten, türkis schimmernden Gewässer der Tapolca-Seehöhle. Bei ganzjährig angenehmen Temperaturen von rund 18 Grad Celsius bietet die Höhle eine willkommene Abkühlung während der Sommermonate. Ein modernes Besucherzentrum ergänzt das Erlebnis mit interaktiven Ausstellungen rund um Karstlandschaften und die Entstehung der Höhlenwelt.

Budapests faszinierende Höhlenwelt
Nur wenige europäische Hauptstädte verfügen über eine so faszinierende Höhlenlandschaft wie Budapest. Unter den historischen Hügeln und Straßen der Stadt erstreckt sich ein weit verzweigtes System aus Thermal- und Karsthöhlen, das Naturerlebnis, Abenteuer und Geschichte miteinander verbindet.
Die Pal-völgyi-Höhle gilt als längstes Höhlensystem Ungarns. Besucher entdecken hier enge Gänge, beeindruckende Hallen sowie glitzernde Kalzitkristalle. Die konstanten Temperaturen und die spektakulären Formationen machen sie zu einem der außergewöhnlichsten Naturdenkmäler des Landes.
Deutlich familienfreundlicher präsentiert sich die Szeml?-hegyi-Höhle, die auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl zugänglich ist. Ihre außergewöhnlichen Mineralformationen erinnern an Blumenkohl oder Popcorn und haben ihr den Beinamen „unterirdischer Blumengarten Budapests“ eingebracht.
Geschichtsinteressierte kommen in der Budaer Burg-Höhle auf ihre Kosten. Das rund 3,3 Kilometer lange Höhlensystem verbindet natürliche Kalksteinhöhlen mit mittelalterlichen Kellern, Luftschutzanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg und historischen Gefängnisanlagen.

Zusätzliche Informationen unter visithungary.com/de und spiceofeurope.de

Quelle: Visit Hungary

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