Tentakel am Spieß
In Karlsruhe wird Tintenfisch statt Kalb geschält
Er ist aus Deutschlands Innenstädten nicht mehr wegzudenken: Der Döner-Stand. Zwar sind nur 18.000 Dönerläden gegenüber 64.000 Pizzerien in Deutschland gemeldet, doch dabei wurde nicht jeder Imbiß mitgezählt. Und immer hängt Fleisch am Drehspieß, mal Kalb, mal Pute, mal einfach geschichtet, mal mit Lammhack aufgelockert. Doch in Karlsruhe ist jetzt Schluß mit Fleischorgien, die rumänische Kette Pescobar präsentiert Oktopus am Spieß. Die Tiere stammen im Gegensatz zu manchem üblichen Döner-Fleisch nicht aus regionaler Produktion , sondern die Tintenfische werden aus Mauretanien, Marokko und dem Senegal importiert. Und hier, direkt neben einem klassischen Dönerladen in der Innenstadt werden allerhand Tentakel mitsamt Saugnäpfen, mariniert, zusammengepresst und rundum gegrillt.
und irgendwie bleibt ein Döner ein Döner
Alles andere bleibt so, wie man es kennt: nur die knusprigen Stellen werden von oben nach unten abgehobelt, ins Fladenbrot gesteckt und mit Salat, Gurken- und Radieserlscheiben zusätzlich belegt und mit einer Knoblauchsauce übergossen. „Frischer, gesünder und trotzdem nicht völlig fremd“, bezeichnet der Pescobar-Gründer seine Kreation, die in London schon gut ankommt und jetzt Deutschland erobern soll. Über 300 Oktopus-Döner wandern täglich über den Verkaufstresen, bei einem Stückpreis von 14 Euro pro Fladenbrot ein gutes Geschäft, mit absolutem Fanpotential. Wegen des Geschmacks nach Meer reisen die Oktopus-Liebhaber auch schon mal 80 Kilometer an.
Quelle: KA-News
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