Münchner Gourmettempel muss saniert werden
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, steht der Münchner Gourmet-Tempel Tantris nach 49 Jahren vor dem Aus. In dem Restaurant mit Küchenchef Hans Haas stehen millionenschwere Sanierungsarbeiten an, mit denen Inhaber Felix Eichbauer nicht gerechnet hat. Die Umbauarbeiten werden Millionen verschlingen, alleine fünf Millionen sollen auf die Haustechnik entfallen. Insgesamt rechnet der Besitzer mit 10 Millionen Euro.
Seit 1971 hatte das Tantris nur drei Küchenchefs: Eckart Witzigmann, den Drei-Sterne-Koch Heinz Winkler und seit neunundzwanzig Jahren Hans Haas. Mit Eckart Witzigmann hatte Tantris-Gründer und Visionär Fritz Eichbauer den Posten von Beginn an genial besetzt. Auch sein Nachfolger Heinz Winkler bescherte dem Restaurant eine lange Phase höchster Auszeichnungen und internationaler Bekanntheit. 1991 übernahm Hans Haas die Küche des Münchner Tantris. Im kommenden Jahr wird er sich nach neunundzwanzig Jahren in den Ruhestand verabschieden. In seiner Zeit als Küchenchef des seit Jahrzehnten mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants schrieb er Küchengeschichte. Seine Kreationen sind zu echten Klassikern geworden und haben in der ganzen Welt Liebhaber gefunden.
Bei der Neupositionierung des Restaurants konnte Felix Eichbauer den Deutschen Matthias Hahn, aktuell noch die rechte Hand des französischen Starkochs Alain Ducasse, als Berater gewinnen.
Eichbauers Vater Fritz, ein bekannter Münchner Bauunternehmer, hatte das exzentrische Gebäude nach den Plänen des Schweizer Architekten Justus Dahinden 1971 am Rande eines Schwabinger Neubaugebiets errichten lassen. Der Betonbau mit dem Charme der 70iger Jahre mit vielen Braun- und Orangetönen wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen.
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