TUIs Clubmarke soll sich internationalen Gästen öffnen
Warum wer zu welchem Zeitpunkt irgendwelche Ziele formuliert und vor allem wozu, wird sich nicht so leicht erschliessen lassen. So hat der TUI-Konzern seiner Clubmarke Robinson vorgegeben, bis zum Jahr 2020 die Zahl der Clubs weltweit von 24 auf 40 anwachsen zu lassen. An und für sich ist das ja nun keine Vorgabe, die grundsätzlich schlecht für den geneigten Robinson-Bucher wäre, doch irgendwie sollen diese Häuser am Ende doch auch noch Gewinn abwerfen und da wird’s halt dann eng, wenn man nur auf den deutschen Gast schielt. Also müssen die Anlagen für internationales Publikum aufgepeppt werden.
Versuchsweise öffnet man mal 5 Anlagen für den internationalen Markt, darunter die Clubs von Ägypten, Portugal, den Malediven und den Newentry von Tunesien. Und so wird internationalisiert: Schilder, Hinweiszeichen, Touren und natürlich die Ausflüge gibt’s ab sofort in mindestens 2 Sprachen und die Animateure tragen neben ihrem Namensschildchen auch noch den Hinweis, über welche Zweitsprache sie denn verfügen sollten. Achja, ganz wichtig (!), das Kinderlied „ Roby mit der Sonnenbrille“ gibt’s natürlich ab sofort in einem deutsch-englisch-Mix!
Aber, keine Bange, liebes deutsches Publikum, das ja auch lieber mit der „Aida“ oder „mein Schiff“ auf Kreuzfahrt geht, um weiterhin in Deutsch Schnitzel und „dat Pilsken“ bestellen zu können, mehr als dreisprachig soll es in keinem Club werden. Weil das sonst beim Austausch miteinander , der sogenannten „Robinson-Community“ ( sehr deutsches Wort!) stört. Also wird’s ned so schlimm. Reicht, wenn der Surflehrer aus Bottrop, die Zumba-Vortänzerin aus Köln und der semmelblonde Kinderbetreuer aus Garmisch Englisch können, dann sinds ja schon dreisprachig!
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