Uriger Urlaub im Zeichen des Gockel

Die „Roten Hähne“ in Südtirol

Den „Grieserhof“ im Etschtal inmitten von Apfelbäumen oder den „Rauthof“ mit seinen Weinstöcken hoch über Meran - beide ziert wie insgesamt 1660 Betriebe in ganz Südtirol das Logo eines rotgefiederten Gockels. Dieser „Rote Hahn“ bietet ein Qualitätsversprechen für Urlaub auf dem Bauernhof mit Gastgebern, die mitten im bäuerlichen Leben stehen und dabei höchsten Wert auf selbsterzeugte und regionale Produkte legen. „Wir sprechen Familien und Naturliebhaber an, die authentische Erlebnisse suchen und auch mal mit dem Bauern in den Stall gehen wollen“, beschreibt Nadine Messner von der „Roter Hahn“-Organisation das Angebot. Und das findet großen Anklang. So läuft inzwischen jede zehnte Übernachtung in Südtirol über die „Roter Hahn“-Unterkünfte. „Dahinter steht eine steile Erfolgsgeschichte seit dem Start im Jahr 1998“, freut sich Messner. Und stellt klar, dass es sich dabei bestimmt nicht um einen Billigurlaub ohne eigenes Bad und fließend Wasser handelt. „Es gibt viele Betriebe, die locker mit 4-Sterne-Hotels mithalten können.“

Top renoviertes Mittelaltergebäude mit Pool und Sauna

Als solch ein Beispiel taugt der „Grieserhof“. Der Apfelbauernhof liegt im Etschtal im kleinen Ort Nals, auf halber Strecke zwischen Bozen und Meran. Die Geschichte des denkmalgeschützten Gehöfts lässt sich bis zurück ins Mittelalter verfolgen mit einer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1313. Hinter dem alten Mauerwerk des ehemaligen Stadels parken im Parterre die Maschinen und Werkzeuge für den Anbau und die Ernte der ringsum auf acht Hektar gepflanzten Apfelbäume. Im Obergeschoss finden sich die vier luxuriös ausgestatteten Ferienwohnungen (bei Zweier-Belegung ab 115 Euro, jede zusätzliche Person 25 Euro) mit jeweils zwei Schlafräumen und einem überdachten Balkon. Hier ist alles top eingerichtet. Hochwertige Bäder lassen genauso wenig Wünsche offen wie die geschmackvolle Einrichtung des Wohnzimmers mit Küchenzeile, Eichenparkett und Massivholzmöbeln. Ein großzügig-luftiger Gemeinschaftsraum mit Sitzecken, Bibliothek und Kinderspielbereich vervollständigt die Wohlfühl-Atmosphäre. Wer mag, kann sich ein Frühstück mit ausschließlich regionalen Produkten servieren lassen (zusätzlich pro Person 22 Euro). Nach draußen locken ein Swimmingpool und eine Außensauna aus Zirbenholz. Dazu gibt es reichlich Platz zum Sporteln mit kleinen Fußballtoren und einer Tischtennisplatte sowie einen Kindersandkasten mit Schaukel. Nicht zu vergessen der kleine Stall mit den Meerschweinchen Hanni und Nanni und dem weißen Häschen Max. Und: „Im Sommer trifft sich alles am Grillplatz“, beobachtet Jungbäuerin Judith, die den Ferienbetrieb mit großem Engagement managt. 
 
Neue 10 Personen-Suite im alten Bauernhaus

Leuchtende Augen bekommt Judith, wenn sie von der erst kürzlich fertiggestellten Suite im Dachgeschoss des alten Bauernhauses gegenüber vom Stadel spricht. „Da würde ich am liebsten selber gern einziehen.“ Auf 180 Quadratmetern können sich bis zu 10 Gäste auf angenehmste Weise ausbreiten mit eigenen Bädern und Schlafzimmern sowie einem spektakulären Gemeinschaftsbereich mit offener Küche, Sitzecken und gemauertem Balkon (ab 330 Euro bei Vierer-Belegung, jede weitere Person 25 Euro). Eines der drei Badezimmer ist zusätzlich mit einer freistehenden Wanne ausgestattet. „Das kommt besonders gut an bei Freundesgruppen oder Familien, die mit den Großeltern mit drei Generationen anreisen“, sagt Judith. Was die Räume so besonders macht, sind die kunstvoll integrierten uralten Mauersteine. Auf einem lässt sich sogar die eingeritzte Jahreszahl 1676 entziffern. 
 
Führungen durch Apfelplantage
Einmal in der Woche lädt Judith die „Grieserhof“-Gäste zu einer Führung mit Verkostung durch die Apfelplantage des Hofs. Die Äpfel sind ansonsten das Reich von Senior-Bauer Peter, der die Felder bewirtschaftet. Neun verschiedene Apfelsorten baut er hier an, von Gala über Braeburn bis Granny Smith. Auf drei Millionen Äpfel schätzt Peter die jährliche Ernte seines Hofs. Die Exporte gehen bis nach Indien. Bei einem Gang durch die Felder der akkurat in Reih und Glied angepflanzten Bäume zeigt Peter auf einzelne Blüten. „Das ist der Granny Smith, der als letzter blüht.“ Der vom Grieserhof produzierte Apfelsaft kann im kleinen Hofladen (1 Liter 3,10 Euro) gekauft werden. Dort gibt es neben Marmeladen und Honig auch eine Auswahl an Wein von den örtlichen Winzern und „Roter Hahn“-Betrieben.

Buschenschank „Rauthof“ mit Brotzeitbrettl und Wein
Ein breites Angebot an „Roter Hahn“ -Produkten findet sich im Kurhaus im Herzen von Meran im Sortiment von „Pur Südtirol“. Der Genussmarkt hat sich auf hochwertige Südtiroler Erzeugnisse spezialisiert und betreibt neben einem Online-Handel weitere Ladengeschäfte in Bozen, Brixen, Bruneck und Lana. Essen und Trinken direkt beim Erzeuger lässt sich in einem „Roter Hahn“ - Buschenschank. Zum Beispiel beim „Rauthof“ - einem Bergbauernhof ohne Gästezimmer oberhalb von Meran. Hier tischt auf der Sonnenterrasse Bäuerin Johanna herzhafte Sattmacher auf. Dazu gibts als Getränke den hofeigenen Vernatsch oder Melissensaft. Das Brotzeitbrettl mit hausgemachtem Speck und Würsten (pro Person 9,50 Euro) wirkt genauso verlockend wie das Knödeltris mit Salat (15,50 Euro) oder die anderen Gerichte auf der kleinen, saisonalen Speisekarte.

Fazit: Wer im Südtirol-Urlaub mal ein besonderes Quartier oder Lokal ausprobieren möchte, kann sich von den vom „Roten Hahn“ zertifizierten Betrieben inspirieren lassen. Und das ohne Abstriche bei Komfort und Qualität im Vergleich zu renommierten Hotels oder Restaurants. 

Linktipps: https://www.roterhahn.it ; https://www.grieserhof-nals.com ; https://www.pursuedtirol.com ;

Quelle: eigen

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