Finger weg von der Umrechnung in Euro

Wer beim Bezahlen oder Geldabheben von der Landeswährung in den Euro wechselt, zahlt kräftig drauf
 
Wollen Reisende außerhalb der Euro-Zone Geld abheben oder per Karte im Hotel, Restaurant oder Laden bezahlen, sollten sie sich immer für die jeweilige Landeswährung entscheiden – auch wenn sie nicht ganz sattelfest sind, was den aktuellen Wechselkurs des fremden Geldes angeht. Wer spontan auf die Euro-Taste drückt statt bei Pfund, Forint oder Kronen zu bleiben, zahlt kräftig drauf. Das Ja zur Heimatwährung kommt in jedem Fall teuer zu stehen. Verdeckte Aufschläge verteuern die Transaktion blitzartig, häufig um happige 10 Prozent, oft noch mehr.

Zusätzlich Geld verdienen am Wechselkurs
Wer immer auf den Cent genau wissen will, was es im Ausland „wirklich kostet“, landet unweigerlich in der Kostenfalle. Denn: Bequemlichkeit hat ihren Preis. Der Wechselkurs beim vermeintlichen Umrechnungs-Service ist dann deutlich schlechter, Gebühren kommen auch noch obendrauf. Wie teuer es letztendlich wird, bekommen Reisende erst daheim zu spüren, wenn überhaupt. Ob in Metropolen wie London, Kopenhagen oder Prag, in Reiseländern wie Polen, Türkei, den Arabischen Emiraten, in der Schweiz, Thailand oder USA - überall versuchen lokale Händler und Banken schon seit Jahren, über die Kursumrechnung mitzuverdienen.

Trotzdem ist die weltweite Geschäftemacherei mit den Wechselkursen nur wenig bekannt. Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank hat jetzt ergeben, dass rund 42 Prozent der Reisenden bei Kartenzahlung im Nicht-Euro-Ausland nach wie vor die Sofortumrechnung in Euro wählen. 41 Prozent entscheiden sich für die Landeswährung, 15 Prozent sind sich unsicher. Kein Wunder: „Die Anzeige in Euro wirkt transparent“, erklärt Michael Kaup von der Postbank. Dem sei aber nicht so.

Vorsicht auch am Geldautomaten
Auch beim Geldziehen am Automaten ist es günstiger, Beträge in der jeweiligen Landeswährung zu wählen. „Selbst wenn der Automat mit Versprechungen wie ‚garantierter Wechselkurs‘ oder ‚kein Aufschlag‘ wirbt, sollte man sich davon nicht blenden lassen“, betont Kaup. Wird die Sofortumrechnung abgelehnt, haken manche Automaten sogar nach, um Reisende zu verunsichern. Auf den „Umrechnungsservice“ treffen Reisende vor allem in europäischen Staaten ohne Euro. Aber auch außerhalb Europas lauert die Kostenfalle.
Wer beim Bezahlen oder Geldabheben von der Landeswährung in den Euro wechselt, zahlt kräftig drauf.

Quelle: Postbank

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