Zypern, Kreta und Mallorca befürchten extreme Einbußen
Bisher wird bei der Thomas-Cook-Pleite vor allem darauf geschaut, was es für Urlauber bedeutet, die bereits Reisen gebucht haben. Ungleich härter trifft es aber bestimmte Zielgebiete, die vor allem von englischen Reisenden angesteuert werden. So spricht Michalis Vlatakis, Präsident des kretischen Reisebüroverbands, von einem "Erdbeben" für die griechische Ferieninsel Kreta. In diesem Jahr sind rund 400.000 Urlauber mit Veranstaltern des Konzerns nach Kreta gereist. Rund 70 Prozent der Tourismusunternehmen vor Ort arbeitet mehr oder weniger eng mit Thomas Cook zusammen. Auch auf Mallorca und Ibiza werden die Sorgenfalten noch größer. Obwohl die balearische Regierung mit der Unterstützung der spanischen Zentralregierung ein Rettungspaket für den angeschlagenen Konzern anbot, lehnte die britische regierung diese Art der Unterstützung ab.
Nach einer Meldung der Nachrichtenagetur Reuters rechnet der türkische Hotelverband mit einem Besucherschwund von 600.000 bis 700.000 Urlaubern im Jahr. Auf Zypern befürchten die Hotels Einbußen von 200 Millionen Euro. Das berichtet die Zeitung "Cyprus Mail" im Internet. Der stellvertretende Tourismusminister Savvas Perdios geht davon aus, dass die Hotels von Juli bis September rund 50 Millionen Euro wegen nicht bezahlter Rechnungen verlieren.
Quelle: trvlcounter.de
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