Ausgangspunkt Peterstal
Bergauf zu Aussichten
Der Schwarzwald in seiner ganzen Pracht
Tief im Wald- fern jeglicher Zivilisation….
..taucht eine Jausenstation auf…
..mit besten Ausruhmöglichkeien
Weiter führt der Weg….
..zu anderen Aussichtspunkten
Der Sinfoniesteig im Schwarzwald
Es gibt Wege, die führen einfach nur von A nach B. Andere hingegen, schicken Wanderer über grüne Wiesen, durch schattige Wälder, auf Steinpfaden durch ein Bachbett, vorbei an natürlichen Wasserfällen oder anspruchsvoll über die Höhen mit Blick bis zum Horizont. Mal sind es nur wenige hundert Meter, mal viele Kilometer, die Kondition und ab und zu ein bisschen Mut verlangen. Besondere Wanderwege bieten Landschaften, die sich Schritt für Schritt öffnen und einem lange im Gedächtnis bleiben.
Ein Zwei-Tages-Trip
Der neue Sinfoniesteig in Bad Peterstal-Griesbach ist so ein Pfad. Entstanden ist der Name, weil Wanderer auf ihm mit einem Naturkonzert verwöhnt werden. Er ist nicht nur der längste Weg mit rund 36 Kilometern, er verbindet auch die Filetstücke der vier bestehenden Wege Wiesensteig, Himmelsteig, Schwarzwaldsteig und Teufelskanzelsteig. Wanderer können sich somit auf ein abwechslungsreiches „Medley“ aus Pfaden, Höhen, Naturerlebnissen und liebevoll gestalteten Rastplätzen freuen.
Mit rund 1160 Höhenmetern und etwa zwölf Stunden Gehzeit ist der Sinfoniesteig als Zwei-Etappen-Tour konzipiert. Die Strecke kann aber auch an einem Tag bewältigt werden, ist allerdings dann schon recht anspruchsvoll. Idealerweise findet man den Einstieg gleich vom Bahnhof Bad Peterstal aus.
Von Bad Peterstal hoch zum Getränkestollen
Am Bahnhof beginnt der Weg, führt durch den Ort zum Startpunkt des Himmelsteiges, dem der Pfad für das erste Stück folgt. Schon nach kurzer Zeit ist der Genussplatz „Marienruhe“ erreicht. Wer hier auf die hölzerne Plattform tritt, hält unwillkürlich inne: Vor dem Auge öffnet sich der Panoramablick von oben, hinab in die wunderschöne, sanft geschwungene Berglandschaft.
Der absolute Clou befindet sich jedoch direkt dahinter: In einem kühlen Getränkestollen warten gut gekühlte Erfrischungen von Bier über Radler bis hin zu Saftschorlen auf durstige Kehlen. Nach Einwurf des Kleingelds in die Kasse lässt sich die Pause prima auf einer der einladenden Panoramaliegen genießen.
Auch die Aussicht am Rastplatz Seeblick verführt wenig später zum Verweilen. Danach gewinnt der Weg spürbar an Charakter. Über schmale Pfade und steile Treppen geht es höher, vorbei an beeindruckenden Felsformationen aus Buntsandstein – wie etwa an der sagenumwobenen Teufelskanzel. Über das Schnepfenmoos, die Hildahütte und den Bauernkopf führt der Weg immer weiter hinauf zur Alexanderschanze. Hier endet nach anspruchsvollen 21 Kilometern die erste Etappe.
Shuttleservice für übernachtende am Ort
Wer die Strecke auf zwei Tage aufgeteilt hat, steigt müde, aber glücklich in den Shuttle, der zurück zur Unterkunft nach Bad Peterstal fährt. Dies ist ein besonderer Service der Region: Beim Übernachten bei einem der örtlichen Gastgeber bringt ein Bus – nach Absprache – die Wanderer zurück in den Ort.
Von der Alexanderschanze zum Buchkopfturm
Am nächsten Morgen geht es mit dem Bus wieder hinauf zur Alexanderschanze, dem Startpunkt der zweiten Etappe. Gleich zu Beginn führen steinige Pfade über ein Teilstück des Westweges. Hier, direkt am Rande des Nationalparks Schwarzwald, ist der ganz besondere Zauber der unberührten Natur sofort spürbar. Nach den ersten Kilometern ist auf fast 1000 Metern Höhe das Natur- und Sporthotel Zuflucht erreicht. Die Versuchung ist groß, im gemütlichen Biergarten eine Kaffeepause einzulegen.
Tipp für die Tourenplanung: Für alle, die die erste Etappe am Vortag um rund dreieinhalb Kilometer verlängern möchten, ist dieses Hotel übrigens die ideale Übernachtungsmöglichkeit – inklusive einer urigen Kota im finnischen Stil für ein ganz besonderes kulinarisches Grillerlebnis im Garten.
Frisch gestärkt führt die Route weiter zum Buchkopfturm, wo sich eine fantastische Aussicht über das gesamte Renchtal bietet. Nur ein kleines Stück weiter lädt die urige Renchtalhütte mit ihrer großen Sonnenterrasse zu einem genussvollen Zwischenstopp ein. Wer es etwas einfacher mag, findet kurz darauf am Martinshof ein tolles Highlight: einen „Regiomat“. Dieser Verkaufsautomat ist prall gefüllt mit lokalen Leckereien, die von würzigem Bergkäse bis zum echten Schwarzwälder Schinken reichen – ideal für eine kleine Rucksack-Vesper.
Endspurt zur Mineralwasser-Station
Von nun an gehts bergab durch schattige Wälder – mal entspannt auf breiten Forstwegen, mal konzentriert auf herausfordernden, schmalen Pfaden. Auf der Zielgeraden hinunter nach Bad Peterstal öffnen sich immer wieder Ausblicke auf die umliegenden Schwarzwaldberge. Kurz vor dem Ziel führt die Route auf dem Schwarzwaldsteig zur Peterstaler Mineralwasserstation. Bei gekühlten Getränken, hauseigenem Schnaps und regionalem Honig fällt es schwer zu widerstehen, sodass sich eine letzte kurze Rast geradezu aufdrängt.
Schließlich wird die Rench überquert und der Bahnhof von Bad Peterstal – der Ausgangspunkt der Rundtour – ist wieder erreicht. Dass der Weg genau am Bahnhof endet, ist ein weiteres Qualitätsmerkmal, an dem man einen echten Premiumwanderweg sofort erkennt.
Unser Tipp: Diverse Getränke- und Schnapsbrunnen entlang des Sinfoniesteigs sorgen dafür, dass unterwegs niemand verdursten muss. Daher ist es ratsam, immer ein wenig Münzgeld in den Rucksack zu packen.
Linktipps: https://www.bad-peterstal-griesbach.de/de/
Quelle: eigen
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