Was ist eigentlich Hickory Golf?

Tradition und Lifestyle kommen zum Golf zurück

In Lugano in der Schweiz hat jetzt ein weltweit einzigartiges Museum seine Pforten geöffnet: Es ist einer der wenigen Orte weltweit, der sich ausschliesslich dem Hickory-Golf und der Handwerkskunst widmet, die die frühe Entwicklung dieses Sports geprägt haben.
Doch was ist Hickory Golf überhaupt? Hickory-Golf ist die traditionelle Variante des klassischen Golfsports, die mit Schlägern aus dem Holz des Hickorybaums gespielt wird. Diese Nussbaumart aus Nordamerika oder Südkanada liefert das harte und zugleich elastische Holz für die Schäfte der Golfschläger. Bis zur Legalisierung der Stahlschäfte durch den Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews im Jahre 1929 waren die Schäfte aller Schläger aus Hickory-Holz. Golflegenden wie Harry Vardon oder Bobby Jones spielten mit Hickories. John W. Fisher Jr. war 1936 der letzte Gewinner eines Major Championships (US Amateur) mit Hickoryschlägern.

Das Comeback der natürlichen Eleganz
Hickoryholz, das auf einem Schiff aus Amerika ankam, wurde nach zwei Jahren Lagerung in Schottland zu Schäften. Die maßgeschneiderten Schäfte wurden dann von Fachleuten in die Schläger eingebaut. Fantastisch duftende Ledergriffe vervollständigten den Prozess. Die Schläger waren treue Begleiter ihrer Spieler und trugen Namen (z. B. Mashie, Niblick) statt Nummern.
Das Spiel mit antiken Golfschlägern wird immer beliebter und heute erliegen immer mehr Golfer dem Charme der alten Schläger. „Noch ist die Zahl der Hickory-Golfer in Deutschland mit rd. 200 überschaubar,“ sagt Christoph Meister, Captain der German Hickory Golf Society e.V. „viele trauen sich nicht, mit 80 bis 100 Jahre alten Schlägern zu spielen. Anders als man glaubt, sind diese Hickories bis heute spielbar, und wenn man sie akkurat und kontrolliert spielt auch kaum schlechter als moderne Schläger.“ Die Hickorygolfer tragen dazu gern Kleidung im Stil der 1920er Jahre, dabei geht nicht nur um ein Lebensgefühl, sondern auch um den sportlicher Wettkampf.

Sehr gut hat es einmal der australische Profigolfer und mehrfache Hickorychampion Perry Somers zusammengefasst, der die Hickoryschläger eindeutig den modernen Schlägern vorzieht: „Es gibt lauter kleine Dinge, die einfach schön am Hickorygolf sind. Das Geräusch des Schlägers zum Beispiel. Dieses „Whoosh“, dass der Holzschaft macht, wenn man ihn durch die Luft schwingt, das macht ein Stahlschaft nicht. Der Klang des Balls auf dem Holzkopf ist völlig anders als auf dem Metallkopf. Und es spielt sich viel schneller und angenehmer mit dieser kleinen Ledertasche über der Schulter.“

< b> Hickory-Museum von Lugano
Im Museum von Lugano gilt als Herzstück eine international bedeutende Sammlung von über 1500 original Hickory-Golfschlägern, die vor 1935 hergestellt wurden und die Blütezeit des Schlägerbaus widerspiegeln. Es gibt keine klassischen Öffnungszeiten, Besuche und Führungen sind nur individuell möglich, um dem Besucher jede Möglichkeit zu bieten, sich auf Hickory Golf einzulassen.

Mehr unter https://hgm.golf

Quelle: Hickory Golf Schweiz

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